ERASMUS+ Projekt PUYB – Pimp up your brain

ERASMUS+ Projekt PUYB – Pimp up your brain

Das VHS-Bildungsinstitut führt derzeit ein Erasmus+ Projekt unter dem Titel „Pimp up your brain“ durch.

  • Kontext:

Gehirnfreundliches Lehren u. Lernen in Integrationskursen für Erwachsene ist ein strategisches Partnerprojekt zum Austausch guter Praxisbeispiele. Effektiv lernen und das Gelernte behalten. Das geht dank gehirngerechtem Lernen und zielt darauf ab, mehrere Bereiche des Gehirns gleichzeitig zu stimulieren, um eine höhere Aufnahme- und Merkfähigkeit zu erreichen.

  • Bedarf:

Die seit 2015 verstärkte Zuwanderung von Menschen aus anderen Herkunftsländern stellt die europäische Union vor zahlreiche Herausforderungen. Gespräche mit EU-Partnern haben ergeben, dass gerade Integrationsprozesse in allen Ländern verschieden angegangen werden u. teilweise zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen. Dieser Austausch zeigte, dass die Erkenntnisse eines Landes nicht ohne weiteres über mehrere Sprachen transferiert werden können. Das gab den Ausschlag, den Bereich Integration in deutschsprachigen Regionen der EU näher zu beleuchten. Länderübergreifend haben sich die Partner zum Ziel gesetzt die folgenden drei Bereiche einer tieferen Überprüfung u. Reflektion zu unterziehen.

  • Vorgehensweise:

Erster Bereich:
Die politischen u. gesetzlichen Grundlagen in den Partnerländern analysieren.

Zweiter Bereich:
Die Qualifikation des Bildungspersonals, vor dem Hintergrund, dass die Lehrkräfte in Integrationsbereichen zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Wie gut ist die methodisch/didaktische Ausbildung des Lehrpersonals? / Wie groß ist die angewandte Methodenvielfalt in der Wissensvermittlung? / Wie gut ist die Sensibilisierung der Lehrkräfte für die eigenen interkulturellen Kompetenzen u. deren Stärkung? / Wie hoch ist die Kompetenz, dieses Wissen zu vermitteln?

Dritter Bereich:
Die Qualität der verwendeten Materialien: diese sollen in den geplanten Lernaktivitäten auf ihren Gehalt an neurobiologischen Erkenntnissen u. der Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen geprüft werden.

  • Ziel der Partnerschaft:

Die von den Lehrenden der jeweiligen Einrichtungen in Integrationskursen verwendeten Materialien zu prüfen, auf ihre Aktualität, in Hinsicht auf eine gehirnfreundliche Methodik und Didaktik sowie die Aspekte interkultureller Kompetenzentwicklung. Die Ergebnisse und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen werden zusammengetragen. Aus ihnen lassen sich Rückschlüsse ableiten, wie objektiv die Eindrücke der Partnereinrichtungen sind, auf welchen Ebenen Verbesserungen bzw. Ergänzungen in den Materialien erforderlich sind.

Die hohe Abbruchquote von Kursteilnehmer, sowie zunehmende krankheitsbedingte Ausfälle von Lehrpersonal, machen ein Umdenken und die Reflektion des Bestehenden erforderlich. Wissen muss nutzbar vermittelt werden. Neurobiologische Erkenntnisse, deren stärkere Integration in das Kursgeschehen und gehirnfreundlichere Lehrmethoden können dabei helfen.

Helfen kann auch der Stressabbau durch interkulturelle Konflikte im Kursalltag. Gut ausgebaute interkulturelle Kompetenzen stärken die Resilienz der Lehrkräfte und der Lernenden. Die Lehrkräfte sollen im ersten Schritt in ihrer eigenen interkulturellen Kompetenz gestärkt werden, um im zweiten Schritt Wege zu entwickeln dieses Wissen, ohne erhobenen Zeigefinger, an ihre Lernenden weiterzugeben.

Es ist zu erwarten, dass die teilnehmenden Lehrkräfte in ihrer interkulturellen Kompetenz gestärkt sein werden und sie dieses Wissen an ihre Lernenden weitergeben können.

Darüber hinaus werden sie zukünftig besser befähigt sein, ihre Unterrichtsmaterialien mit wenigen Schritten auf dessen Aktualität, in Hinsicht auf gehirnfreundliche Lehr- und Lernmethoden sowie die Aspekte interkultureller Kompetenzentwicklung, zu prüfen und anzupassen.

Im Projekt sind drei Lernaktivitäten für die Lehrkräfte geplant. Diese dienen dem Austausch u. der Kompetenzerweiterung.

  • Jedes Treffen hat einen Themenschwerpunkt:
  1. Interkulturelle Kompetenz als Stresskompetenz – Stärkung der Lehrkräftekompetenzen
  2. Lernfreude und Motivation der Lernenden stärken – gehirnfreundlich Lehren – Methodenvielfalt entwickeln
  3. Umgang mit traumatisierten Teilnehmenden in Integrationskursen – Sensibilisierung und Stärkung der Lehrkräfte
  • Projektpartner des VHS-Bildungsinstituts:

Landesverband Sachsen Anhalt, Magdeburg, Deutschland
BhW Niederösterreich, Bildungs- und Heimatwerk, Österreich

Infos zum Projekt:

VHS-Bildungsinstitut, Rotenbergplatz 19, 4700 Eupen (Tel. 087/59.46.30 – Email: info@vhs-dg.be